Montag, 11. Januar 2010

Stadt Zürich erwirbt in Deutschland 27 Windturbinen

Die Turbinen haben eine installierte Leistung von 48,5 Megawatt und produzieren jährlich etwa 110 Gigawattstunden Strom. Das würde in der Stadt Zürich für die Versorgung von 44 000 durchschnittlichen Haushalten reichen.

Im Mai des vergangenen Jahres haben die Stimmberechtigten der Stadt Zürich einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für Windenergieanlagen gutgeheissen. Aus diesem Kredit kauft das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) von der Firma PurEnergy S.A. in Luxemburg vier Windparkanlagen in Deutschland. PurEnergy S.A. ist ein Unternehmen, das mit der Firma RenInvest in Chiasso kooperiert, einem Unternehmen, das im Bereich der Erzeugung von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen tätig ist. Der Stadtrat hat dem Geschäft zugestimmt. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der grösste der vier Windparks befindet sich in Dörmte (Niedersachsen) und umfasst elf Turbinen.
In Schermen (Sachsen-Anhalt) erwirbt das ewz acht Turbinen und insgesamt acht weitere in den Thüringer Orten Kleinbrembach und Vogelsberg. Die ältesten Turbinen sind seit gut drei Jahren und die beiden neuesten seit Dezember 2009 in Betrieb. Die 27 Windturbinen haben eine installierte Leistung von 48,5 Megawatt und produzieren jährlich etwa 110 Gigawattstunden (GWh) Strom. Die Windparks speisen den Strom einstweilen in das lokale Netz ein; längerfristig strebt das ewz aber einen Import der Energie in die Schweiz an. Das ewz hat sich zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2018 jährlich 100 bis 200 GWh Elektrizität aus Windkraftanlagen zu beziehen. Mit dem Erwerb der vier Windparks sollte dieses Ziel erreichbar sein.
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